Pontiac LeMans


Der amerikanische Autohersteller Pontiac kam im Jahre 1970 mit dem Le Mans als eines seiner Spitzenprodukte heraus. Es gab zwar schon von 1961 - 1969 eine Le Mans, das war aber die Unterbezeichnung für das Modell Tempest. Bei seiner Einführung erregte der schnittige Wagen einiges Aufsehen, zumal seine technischen Daten auch recht verführerisch waren. Zunächst gab es zwei Modelle, den Le Mans und den Le Mans Sport. Der Le Mans war als luxuriöseres Modell des Tempest auf den Markt gebracht worden. Die ganze Innenausstattung war viel komfortabler und besser als beim Tempest. Außerdem gab es weitaus mehr Dekor auf der Lackierung, was ihn wilder und sportlicher wirken ließ.

Der Le Mans Sport übertraf diese Sonderausstattung sogar noch zum Beispiel durch ein beleuchtetes Handschuhfach und dergleichen. Der Pontiac Le Mans wurde zunächst mit einem Chevrolet 6-Zylinder Motor ausgeliefert, der 135 PS hatte und über 4000 Kubikzentimeter erreichte. Wer sich allerdings eine Klimaanlage, einen Tempomat oder gar einen Heckscheibenheizung wünschte, musste diese Extras bestellen und bezahlen. Der Motor konnte jedoch auch gegen eine 8-Zylinder Maschine getauscht werden, die es auf immerhin auf bis zu 265 PS brachte, was sich sogar noch 330 PS aufstocken ließ. Diese großen Motoren machten den Pontiac Le Mans zu einem berüchtigten Straßenflitzer, der zudem noch richtig gut aussah.

Vom Pontiac Le Mans wurden im Laufe des Jahres 1970 mehr als 85.000 Stück verkauft, wobei die meisten mit einer Automatikschaltung ausgestattet sind. Der Le Mans Sport bracht es auf knapp 73.000 verkauften Autos, was in seiner Klasse recht beachtlich war. Mit den Jahren konnte Pontiac die Verkaufszahlen für den Pontiac sogar noch steigern, indem sie die Innenausstattung und die Motorleistung noch verbesserten. 1973 brachte Pontiac dann eine überarbeitete Karosserie des Le Mans auf die Straßen, die weitaus runder und kompakter wirkte. Ab 1978 bis 1981 gab den Pontiac Le Mans in einer abgespeckten Version, die jedoch nicht die Klasse ihrer Vorgänger hatte.

Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verlegte Pontiac die Produktion des Le Mans nach Korea. Jedoch war das nur eine leicht abgewandelte Form des Opel Kadetts E und hatte nichts mit dem berühmten Klassiker aus dem Jahre 1972 zu tun. Zudem litt der Absatz dieses Modells unter gewissen Qualitätsmängeln. Für die alten Modelle des Pontiac Le Mans von 1972 bis 1977 zahlen Liebhaber dieses aufregenden Modells horrende Summen, zumal der Pontiac Le Mans ein beliebtes muzzle car ist, das gern mit viel Geld und noch mehr Liebe getunt wird.